Schreibimpulse

Wenn du ins Schreiben kommen möchtest, dann hilft nichts anderes als Schreiben. Und zwar als regelmäßige Übung. Ähnlich wie Musizieren oder Sport, entwickelt sich deine Fähigkeit zu schreiben mit Übung. Dein Sprachgefühl wächst, Erinnerungen werden wach, dein Wortschatz erweitert und verfeinert sich. Vielleicht hilft dir die Empfehlung der amerikanischen Autorin Julia Cameron, direkt nach dem Aufwachen zehn Minuten zu schreiben, bekannt geworden als die „Morning Pages“ oder abends den Tag an sich vorbeiziehen zu lassen. Doris Dörrie spricht von den “Evening Pages“. 

Oder – eine Anregung von Natalie Goldberg („Schreiben in Cafés“), die mich zum Schreiben gebracht hat – ist das Schreiben an einem anderen Ort, zum Beispiel in einem Café.

Nachfolgend nun mein Schreibimpuls für dich, den ich im Wechsel von drei Wochen erneuere:

Beginne mit: Ich weiß noch, wie ich zum ersten Mal…..“ und lass die Feder tanzen. Welche Erinnerungen tauchen auf? Vielleicht viele kleine, die dich an den Ort zurückbeamen, die Atmosphäre schnuppern lassen, die eigenen Gefühle. Das kann eine Erinnerung der letzten Woche, vor fünf Jahren, zwanzig Jahren sein. Das muss keine lange Geschichte werden, sondern du erweckst eine Erinnerung zum Leben.